Die Lerneinheit macht kaufmännisches Wissen und unternehmerische Prozesse praktisch erfahrbar. Zu Beginn gründen die Schüler:innen ein Modellunternehmen. Sie entscheiden, welche Ausrichtung ihr Unternehmen haben soll, entwickeln einen Namen und ein Logo und überlegen, was sie der Schulgemeinschaft anbieten können. So entstanden Modellunternehmen wie „Stoy Project“ oder „World Culture“.
Danach beginnt die Arbeit im Modellunternehmen. Dabei organisieren sich die Schüler:innen in verschiedenen Abteilungen. Sie planen Produkte und Dienstleistungen, organisieren Abläufe, übernehmen Aufgaben in Geschäftsleitung, Rechnungswesen, Beschaffung, Produktion, Verkauf oder Marketing und wechseln im Laufe des Jahres die Perspektive. So erleben sie, wie ein Unternehmen funktioniert, wofür kaufmännisches Fachwissen gebraucht wird und welche Aufgaben und Rollen im Unternehmen ihnen liegen.
Die Arbeitsphasen in den Doppelstunden beginnen mit einem kurzen Daily Stand-Up. Die Abteilungen klären, welche Aufgaben anstehen, wer welchen Part übernimmt und wo sie Unterstützung brauchen. Am Ende wird gemeinsam reflektiert, damit alle im Blick behalten, woran das Unternehmen gerade arbeitet.
Die Lehrkräfte begleiten den Prozess im Team-Teaching, geben bei Bedarf Impulse und greifen Themen auf, die im Arbeitsprozess sichtbar werden.In der Projektwoche wechseln die Schüler:innen in die Rolle von Gründer:innen. Sie arbeiten in kompetenzbasiert zusammengesetzten Start-up-Teams und überlegen sich ein Problem, das nah an ihrer Lebenswelt liegt und das sie mit ihrer KI-Geschäftsidee lösen können.
Eine Gruppe entwickelt zum Beispiel eine KI-Lösung, um beim Eishockeytraining Feedback zu Bewegungsabläufen zu geben. In Phase III werden die Produkte und Services des Modellunternehmens der Schulgemeinschaft präsentiert, verkauft oder zur weiteren Nutzung bereitgestellt. Da im Laufe des Schuljahres mehrere Projekte umgesetzt werden, wiederholt sich dieser Schritt immer wieder. So entstehen Schüler:innencafés, Basare, Workshops, Lernspiele, digitale Materialien oder Länderthementage, die im Schulhaus sichtbar werden und weiterwirken.
Nach jedem Projekt reflektieren die Schüler:innen ihre eigene Arbeit, die Zusammenarbeit in den Abteilungen und das Unternehmen als Ganzes. So wird aus jedem Projektdurchlauf ein neuer Lernanlass.